Arbeitskreis Christen und Ökologie
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ödp tritt für Stärkung des konfessionellen Religionsunterrichts ein

Glaubhaft Werte vermitteln statt LEER Räume schaffen

Die ödp kritisierte den Vorstoß der Bundesjustizministerin, Grundwerten im schulischen Alltag ein größeres Gewicht zu geben, als formlose Floskel mit vernebelnder Wirkung und fühlt  sich bei ihrem Vorschlag ein neues gemeinsames Pflichtfach für alle Schüler einer Klasse einzuführen an das Modell eines „Staatsbürgerkundeunterrichts“ erinnert. Diesem Vorschlag  erteilte  Martin Kämpf, der Vorsitzende des Arbeitskreises Christen und Ökologie in der ödp, eine klare Absage:

Der Begriff Grundwerte ist unbrauchbar, da er einer konkreten Bestimmung entbehrt aus welchen Quellen sich das gesellschaftliche Zusammenleben speist, worin diese Grundwerte bestehen und wer für die Vermittlung in welcher Weise zuständig ist. Daher kann das Anliegen nur in einem sehr allgemeinen Sinne als richtig und gut bewertet werden. Das jüdisch-christliche Erbe und die Kirchen als tragende Säulen der Gesellschaft spielen bei der Frage nach den Werten, die unsere Gesellschaft tragen, eine wesentliche Rolle, während Staat und Regierung lediglich eine vermittelnde Rolle haben. Nur so wird deutlich, dass sich unsere Gesellschaft in erster Linie nicht auf irgendeinen Konsens oder Kompromiss gründet, sondern auf die universalen und unveräußerlichen Menschenrechte, die jedem Menschen von Natur aus zu eigen sind und die ihm niemand rauben kann.

Ein verpflichtender staatlicher Religionsunterricht muss als eine zu starke staatliche Einmischung in religiöse Fragen abgelehnt werden. Er trägt die Gefahr einer Aufweichung des konfessionellen Religionsunterrichts und einer Rückkehr zu geschichtlichen Irrwegen in sich.  Darüber hinaus wird ein neues Unterrichtsfach, in dem alle Schüler unverbindliche Religionsinformationen erhalten, weder den Anforderungen noch den Kindern gerecht, denn zur glaubwürdigen Vermittlung von Werten gehören authentische Vertreter des Glaubens, die durch ihre Haltung und ihre Einschätzungen Orientierung geben. Der Unterricht muss außerdem die Unterschiedlichkeit der Kinder und ihrer religiösen Herkunft berücksichtigen.

Die ödp setzt daher weiterhin auf das bewährte Konzept des konfessionellen Religionsunterrichts mit der Möglichkeit einen ebenso hochwertiger Ethikunterricht als Ersatz zu wählen. Nur dieses Modell eines qualitativ hochwertigen, konfessionellen Religionsunterrichts ist für eine fundierte Wertevermittlung geeignet. Das bestehende Modell muss gestärkt werden, indem der Religionsunterricht beispielsweise mehr Verbindlichkeit erhält, aus den Randbereichen in den Kernbereich des Unterrichtstages rückt und die dritte Unterrichtsstunde, dort wo sie besteht, gefördert wird, denn der  Religionsunterricht ist für die Entwicklung der Kinder unverzichtbar.“

Mitgliederbefragung:

Nach dem Scheitern der Anerkennung der Bundesvereinigung auf dem letzten Bundesparteitag hat eine Mitgliederbefragung ergeben, dass bei einer Wahlbeteiligung von etwas über 20 % der Mitglieder über 77 % eine Fortsetzung der Bemühungen um die Bundesvereinigung möchten, während etwas mehr als 22 % dies nicht wünschten.

Etwas mehr als 20 % wollten eine sofortige Initiative beim nächsten Parteitag, 1/3 wünschte sich einen erneuten Antrag zu einem späteren Zeitpunkt, während etwa 20 % das Projekt nicht fortsetzen wollten und etwa 11 % für die Gründung eines Vereines votierten. Damit liegt ein eindeutiges Votum für die Fortsetzung der Bemühungen um eine Bundesvereinigung vor. Die weiteren Schritte werden auch beim nächsten Treffen im Herbst besprochen werden.

Unser Bericht über den Kirchentag

Der Arbeitskreis war auch in diesem Jahr wieder auf dem evangelischen Kirchentag im Juni in Köln mit einem Informationsstand vertreten. Unter dem Thema: „Europäische Integration mit einem christlichen Profil menschlich gestalten“ waren die Besucher des Kirchentages eingeladen sich über die ödp Positionen zur EU-Verfassung und andere Themen zu informieren. Eine Kirchentagsresolution sollte entstehen, die sich für ein Europa einsetzt, das auf ein solides historisches, kulturelles und ethisches Fundament gegründet ist und den Menschen und seine Grundbedürfnisse in den Mittelpunkt stellt.

„Mit dieser Resolution wenden wir uns an die Bundeskanzlerin“, so Martin Kämpf, der Vorsitzende des Arbeitskreises im Vorfeld. „Wir fordern sie auf, sich dafür einzusetzen, dass der Mensch zum unverrückbaren Maßstab und Mittelpunkt der Verfassung und der konkreten Politik der EU wird. Dies muss in der Zukunft mehr als bisher spürbar und erfahrbar werden. Die EU muss den Bürgern gut tun und ihnen überall in Europa die Freiheit schenken ein selbstbestimmtes und erfülltes Leben zu führen ohne Bevormundung, Willkür und Gewalt.  Europa kann nur dann langfristig erfolgreich sein und gelingen, wenn es sich auf seine grundlegenden Werte besinnt und die Menschlichkeit, den Frieden und die Solidarität in den Mittelpunkt stellt.  Das Christentum und das Judentum haben auf verschiedene Weise wesentlich dazu beigetragen diese Grundrechte in Europa zu verankern und sie zu sichern. Bis heute können die christlichen Kirchen als mahnendes Gewissen gelten, das immer wieder dort Menschlichkeit einfordert, wo sie bedroht oder verletzt wird. Deshalb gebührt ihnen ein angemessener Platz in der Europäischen Union. Die Unterschriftenkampagne scheiterte leider an der hohen Hürde von 3.000 Unterschriften und konnte daher nicht als Resolution verkündet werden.

Grundsatzrede des bayrischen Landesvorsitzenden Suttner zum Verständnis der ödp anlässlich des 25. Jubiläums der ödp Bayern (pdf)

ödp Termine

16. bis 19. 08. 2007 ödp-Sommercamp 2007 in der bayerischen Rhön.

Geplant sind verschiedene Workshops und Seminare zu wichtigen ödp-Themen.

Weitere Informationen gibt es hier

29.09.2007 25-Jahr-Feier der Ökologisch-Demokratischen Partei ab 18.30 Uhr im staatlichen Hofkeller der Würzburger Residenz .

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Weitere Termine:

28. - 30. September Pro-Vita-Symposium "In Würde sterben" in Hannover.

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06. Oktober 2007 Forum des Treffen Christlicher Lebensrecht-Gruppen in Kassel.

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