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Arbeitskreis
Christen und Ökologie
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Pressemitteilung vom 12.06.2001 |
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Ethik (o)der Genetik - Mix a Baby Frankfurt. Der Bundesarbeitskreis Christen und Ökologie in der ödp hat auch in diesem Jahr wieder am Evangelischen Kirchentag mit einem Stand auf dem "Markt der Möglichkeiten" teilgenommen. Das diesjährig Thema der Christen in der Ökologisch-Demokratischen Partei (ödp) lautete: Die Ethik der Genetik und was wir als Christen davon halten. Dazu wurden unter dem provokativen Stichwort "Mix a Baby" die Besucher auf vielfältige Weise zum Nachdenken über die Probleme, die mit der modernen Gentechnik verbunden sind hingewiesen. Gleichzeitig soll die Sicht des Arbeitskreises dargestellt werden. Viele Teilnehmer des Kirchentags haben die Einladung angenommen, den Stand besucht und mit Mitgliedern des Arbeitskreises Gespräche geführt. Der Arbeitskreis wollte mit der provakativen Aktion nach Angaben des Sprechers, Martin Kämpf, die Besucher auf ein Ereignis von unbegreiflicher Bedeutung hinweisen. "Die Wissenschaft", so meinte Kämpf, "greift nach den Sternen. Einige Forscher wollen mit der Gentechnik die unbegrenzte Herrschaft über das Leben, aber erreicht wird doch nur die Unterwerfung von wehrlosen Geschöpfen unter die Wünsche anderer. Das heißt ganz konkret: Der Willkür gegenüber Menschen wären dann keine Grenzen mehr gesetzt. Der Mensch wird zum bloßen Objekt gemacht. Wir wollen das nicht und werden uns dagegen mit allen Mitteln wehren." Im Vorfeld hat die Gruppe "Bioethische Grundsätze" veröffentlicht. Auch hierzu äußerte sich der Sprecher: "Wir legen besonderen Wert auf einen konsequenten Schutz des menschlichen Lebens vor Willkür. Dazu gehört insbesondere Selektion und Manipulation. Wir lehnen beides in jedem Stadium von der Zeugung bis zum natürlichen Tod ab. Das schließt ein entschiedenes Nein zu aktiver Sterbehilfe genauso wie die Ablehnung der Präimplantationsdiagnostik ein. Wir wollen eine Verschärfung des Embryonenschutzgesetzes zu mehr Schutz des Einzelnen vor dem Zugriff Anderer. Das Erbgut ist Privatbesitz und muss es auch bleiben." Die Initiative des nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Wolfgang Clement verurteilte Kämpf auf das Schärfste und bezeichnete die Äußerungen als leicht durchschaubaren Populismus gegenüber dem Ethikrat. Zunächst sei aber die Klärung grundsätzlicher Fragen notwendig. Der Ethikrat dürfe sich von nicht unter Druck setzen lassen. Besonders hob Kämpf hervor: "Konsequenterweise brauchen wir auch eine Reform der Abtreibungsgesetze, mit dem Ziel zumindest die Spätabtreibungen von Föten wegen Behinderung oder möglicher Behinderung nicht mehr zu tolerieren."
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