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Arbeitskreis
Christen und Ökologie
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Stellungnahme Juni 2005 |
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Zur Debatte um das C der Unionsparteien Wer darf sich christlich nennen ? Die CDU hat auf Äußerungen von Kardinal Meisner, der den Unionsparteien das Recht abgesprochen hat, das C im Namen zu tragen, etwas verstört reagiert. Der Bundesarbeitskreis Christen und Ökologie in der ödp hält die Kritik für berechtigt und fordert einen Verzicht aller Parteien auf parteipolitische Werbung mit dem Namen Christi und eine Debatte über den Umgang und die Zuständigkeit von Politik und Kirchen mit allen Beteiligten. Martin Kämpf, Vorsitzender des Bundesarbeitskreises Christen und Ökologie in der ödp nimmt dazu Stellung: Zunächst muss man festhalten, dass es bei der Debatte nicht um ein Verbot des C im Namen gehen kann, da es niemanden in Deutschland gibt, der dieses Verbot verbindlich aussprechen könnte. Es geht darum Verantwortung und Verantwortlichkeiten zwischen Kirche und Politik zu klären. In diesem Bereich scheint in der letzten Zeit eine große Unsicherheit um sich zu greifen, die nach Klärung verlangt. Daher fordern wir eine umfassende Debatte mit allen Beteiligten über Aufgabe, Umgang und Zuständigkeiten im Verhältnis von Politik und Kirchen. Wir halten es für gut und wichtig, dass Christen sich zu ihrem Glauben an Jesus Christus bekennen und davon Zeugnis ablegen. Jeder soll das tun können, privat oder öffentlich. Daran kann niemand etwas schlechtes finden, es sollte uns freuen, wenn es um die Verkündigung der frohen Botschaft geht. Aber ist es recht, wenn man mit dem Attribut christlich wirbt und eigentlich doch nur einen Vorteil für sich erhofft? So scheint es bei der Union der Fall zu sein. Sie gibt sich eine christliche Fassade und verbirgt dahinter eine ganz andere Politik. Diese ist von sozialer Kälte, Zerstörung der Schöpfung und Wankelmütigkeit in Fragen des Lebensschutzes sowie weiteren Einschnitten in wichtigen Fragen geprägt. Stoibers kritische Äußerung, man dürfe Einschnitte in der Sozialpolitik nicht länger skandalisieren, die Unterstützung nicht weniger Unions-Abgeordneter im Jahr 2002 für den begrenzten Import ausländischer Stammzellen, zuvor ein windelweicher Abtreibungskompromiss, Überlegungen christliche Feiertage abzuschaffen und das Sonntagsarbeitsverbot zu lockern, zuletzt in Bayern, all das zeigt deutliche Spuren in der Union, und diese lassen sich nur schwerlich christlich bezeichnen. Es stellt sich daher die Frage: Kann man für alles mit dem Aufdruck christlich werben ? Wir sind der Meinung das ginge zu weit, denn mit dem Namen Christi darf man keinen Missbrauch treiben. Christen sollten sich politisch engagieren, aber bitte nicht mit ihrem Christ-sein werben. Die Werbung für eine Partei und die Verkündigung des Wortes Gottes sind unterschiedliche Ziele und erfordern andere Maßnahmen. Sie sollten getrennt voneinander bleiben. Die Vereinnahmung des christlichen Glaubens durch die Politik schadet letztlich beiden. Weitere Stimmen zum Thema Christliche Politik - politische Christen Vorstellung des Arbeitskreises: Christen in der ödp und Wir über uns 28.02.2006 LV Baden_Württemberg:Christlich ohne das "C"
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