Arbeitskreis Christen und Ökologie
in der Ökologisch-Demokratischen Partei



Nachhaltig wirtschaften

Eine Politik, die auf immer mehr wirtschaftliches Wachstum setzt, muss scheitern, denn ein unbeschränktes Wachstum gibt es nicht. Global betrachtet gibt es praktisch gar kein Wachstum, sondern nur einen Verbrauch der begrenzten Resourcen. Je schneller wir die Resourcen verbrauchen, desto schneller geraten wir mit dieser Welt in eine Krise.

Turmbau zu Babel„Alle Menschen hatten die gleiche Sprache und gebrauchten die gleichen Worte. Als sie von Osten aufbrachen, fanden sie eine Ebene im Land Schinar und siedelten sich dort an. Sie sagten zueinander: Auf, formen wir Lehmziegel und brennen wir sie zu Backsteinen. So dienten ihnen gebrannte Ziegel als Steine und Erdpech als Mörtel. Dann sagten sie: Auf, bauen wir uns eine Stadt und einen Turm mit einer Spitze bis zum Himmel, und machen wir uns damit einen Namen, dann werden wir uns nicht über die ganze Erde zerstreuen.

Pieter Bruegel: Turmbau zu Babel

Da stieg der Herr herab, um sich Stadt und Turm anzusehen, die die Menschenkinder bauten.Er sprach: Seht nur, ein Volk sind sie, und eine Sprache haben sie alle. Und das ist erst der Anfang ihres Tuns. Jetzt wird ihnen nichts mehr unerreichbar sein, was sie sich auch vornehmen. Auf, steigen wir hinab, und verwirren wir dort ihre Sprache, so daß keiner mehr die Sprache des anderen versteht. Der Herr zerstreute sie von dort aus über die ganze Erde, und sie hörten auf, an der Stadt zu bauen. Darum nannte man die Stadt Babel (Wirrsal), denn dort hat der Herr die Sprache aller Welt verwirrt, und von dort aus hat er die Menschen über die ganze Erde zerstreut. Genesis 11,1

Deshalb bekennen wir uns zu einer sanften Nutzung der natürlichen Lebensbedingungen, die auf Nachhaltigkeit setzt und zu dem Leitsatz "Weniger ist mehr!" Es ist wichtiger glücklich mit dem zu leben, was man hat als immer mehr haben zu wollen.Eine nachhaltige Wirtschaftspolitik fördert, was nützt und verteuert, was schadet. Die Senkung von Abgaben auf Arbeit bei gleichzeitiger Erhöh- ung von Energie- und Rohstoffpreisen schafft neue Arbeitsplätze, schont Ressourcen und ermöglicht den Atomausstieg.

„Besser eine Handvoll und Ruhe,

als beide Hände voll und Arbeit und Luftgespinst.“ Koh (Pred) 4,6.

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